Die Pflegeausbildung in Deutschland
Seit 2020 gibt es in Deutschland die generalistische Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz (PflBG). In drei Jahren erwirbst du einen EU-weit anerkannten Abschluss als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann.
Was ist die generalistische Pflegeausbildung?
Mit dem Pflegeberufegesetz (PflBG), das am 1. Januar 2020 in Kraft trat, wurden die drei bisherigen Pflegeberufe — Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege — zu einer einheitlichen Ausbildung zusammengeführt. Diese sogenannte generalistische Pflegeausbildung qualifiziert dich für die Arbeit in allen Versorgungsbereichen der Pflege.
Der Abschluss als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann ist in allen EU-Mitgliedstaaten automatisch anerkannt. Das bedeutet: Mit deiner deutschen Pflegeausbildung kannst du in jedem Land der Europäischen Union arbeiten — ohne zusätzliches Anerkennungsverfahren.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst sowohl theoretischen Unterricht an einer Pflegefachschule als auch praktische Einsätze in Krankenhäusern, Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten und weiteren Einrichtungen. So lernst du die gesamte Bandbreite der professionellen Pflege kennen.
Aufbau der Ausbildung
Die generalistische Pflegeausbildung gliedert sich in Theorie- und Praxisphasen, die sich über die gesamten drei Jahre abwechseln.
| Theorie | Praxis | |
|---|---|---|
| Dauer | 2.100 Stunden | 2.500 Stunden |
| Ort | Pflegefachschule | Verschiedene Einrichtungen |
| Inhalte | Pflegewissenschaft, Recht, Medizin, Kommunikation, Ethik | Krankenhaus, Pflegeheim, Ambulant, Psychiatrie, Pädiatrie |
| Rotationen | Theorieblöcke | Praxiseinsätze in 5+ Bereichen |
Gehalt während der Ausbildung
Anders als in vielen anderen Ländern ist die Pflegeausbildung in Deutschland nicht nur kostenlos — du erhältst von Anfang an ein Ausbildungsgehalt. Die Vergütung steigt mit jedem Ausbildungsjahr.
Abschluss und Berufsbezeichnung
Pflegefachfrau / Pflegefachmann
Karriereperspektiven nach der Ausbildung
Die Pflegeausbildung öffnet dir zahlreiche Türen — sowohl fachlich als auch aufenthaltsrechtlich.
Fachweiterbildungen
Nach der Ausbildung kannst du dich in Bereichen wie Intensivpflege, Anästhesie, Onkologie, Palliativpflege oder Psychiatrie weiterbilden und so dein Gehalt und deine Karrierechancen steigern.
Pflegestudium
Mit der abgeschlossenen Pflegeausbildung hast du Zugang zu pflegewissenschaftlichen Studiengängen an Hochschulen und Universitäten — auch ohne Abitur. Ein Studium eröffnet dir Positionen in Lehre, Forschung und Management.
Leitungspositionen
Mit Berufserfahrung und Weiterbildung kannst du Stationsleiterin, Pflegedienstleiterin oder Einrichtungsleiterin werden. Leitungspositionen bieten mehr Verantwortung und ein deutlich höheres Gehalt.
Aufenthaltstitel
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung hast du als Fachkraft einen Anspruch auf eine Aufenthaltserlaubnis zur qualifizierten Beschäftigung. Nach zwei Jahren Berufstätigkeit kannst du eine unbefristete Niederlassungserlaubnis beantragen.
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